
Die Pedalmechanik eines Klaviers überträgt die Bewegung des Fußes über Hebel und Stangen. Beim rechten Pedal führt dieser Weg zur gemeinsamen Betätigung der Dämpfer. Entscheidend ist dabei nicht nur, wie weit sich das Pedal drücken lässt, sondern auch, wann die Dämpfer reagieren und ob sie nach dem Loslassen wieder vollständig an den Saiten anliegen.
Das rechte Pedal braucht einen kleinen freien Anfangsweg, bevor die Dämpfer von den Saiten abheben. Dieser Leerweg lässt der Dämpfung in Ruhestellung den nötigen Spielraum.
Ist die Übertragung zu stramm eingestellt, kann sie Dämpfer leicht angehoben halten. Einzelne Töne klingen dann möglicherweise weiter, obwohl Taste und Pedal bereits losgelassen wurden. Zu viel Leerweg verzögert dagegen den Beginn der Pedalwirkung. Bei der Regulierung werden deshalb die Ruhestellung, der Beginn des Abhebens und die gemeinsame Bewegung der Dämpfer aufeinander abgestimmt.
An Auflagen und Anschlägen der Pedalmechanik dämpfen weiche Zwischenlagen den Kontakt. Filzauflagen vermindern Klopfgeräusche, die beim Betätigen oder Zurückkehren der beweglichen Teile entstehen können.
Solche Unterlagen gehören zur mechanischen Abstimmung: Ihre Dicke und Nachgiebigkeit beeinflussen die Lage der Kontaktflächen. Werden sie erneuert, wird anschließend auch der Bewegungsablauf geprüft. Die Pedale sollen sich frei bewegen, zuverlässig zurückkehren und die zugehörigen Mechanikteile zum vorgesehenen Zeitpunkt mitnehmen. Diese Abstimmung ist Teil der Regulierung der Klaviermechanik.