Bei einem Grotrian-Steinweg beginnt die Altersbestimmung mit zwei Angaben: dem vollständigen Namen am Instrument und seiner Fabriknummer. Der Schriftzug hilft, den passenden Hersteller zu finden; erst die dazugehörige Nummer kann die Bauzeit eingrenzen. Ein ähnlich klingender Firmenname genügt dafür nicht.
Historische Grotrian-Instrumente können längere Bezeichnungen tragen, etwa „C. F. Th. Steinweg Nachf.“ oder „Steinweg Nachf., Grotrian, Braunschweig“. Der Name Grotrian-Steinweg kam später. Diese Namen gehören zum hier beschriebenen Grotrian-Zusammenhang und dürfen nicht als Steinway & Sons gelesen werden. Die Nummern beider Hersteller sind nicht austauschbar. Namensunterschiede im Piano Atlas.
Schreiben Sie deshalb auch Initialen, Zusätze wie „Nachf.“ und vorhandene Ortsangaben ab. Wenn nur „Steinweg“ lesbar ist, bleibt die vollständige Zuordnung zunächst offen. Ein Foto des ganzen Schriftzugs ist hilfreicher als eine verkürzte Abschrift.
Gesucht wird die Fabriknummer des Klaviers oder Flügels. Eine Nummer auf der Mechanik oder Klaviatur kann zu diesem Bauteil gehören. Auch eine Jahreszahl auf einer Medaille belegt nicht das Baujahr des Instruments.
Halten Sie die Nummer zusammen mit ihrer Fundstelle fest. Ein Übersichtsbild und eine Nahaufnahme erleichtern die spätere Zuordnung. Übernehmen Sie Buchstaben und führende Nullen; ersetzen Sie unlesbare Zeichen nicht durch vermutete Ziffern. Hinweise zu Fabriknummern und unlesbaren Stellen.
Eine passende Nummer kann einen Anhaltspunkt für das Baujahr liefern. Ein aus Vergleichsnummern abgeleitetes Jahr ist eine Näherung, kein belegter Fertigungstermin. Fehlende Zeichen oder mehrere mögliche Zuordnungen können die Aussage weiter einschränken. Lesen Sie deshalb auch die Hinweise zum jeweiligen Suchergebnis.
Ohne lesbare Fabriknummer können der vollständige Name und weitere Merkmale bei der Einordnung helfen. Das Gründungsjahr einer Firma oder das Datum eines Bauteils ist jedoch nicht automatisch das Baujahr des ganzen Klaviers. Was eine Datierung aussagen kann.