
Die Aufnahme zeigt das Innere eines antiken Klaviers von Gebr. Rohlfing (Osnabrück) nach der technischen Überholung in unserer Klavierwerkstatt Berlin. Statt der gealterten Originalteile arbeitet in diesem Instrument nun eine komplett neue, eigens für dieses Klavier gefertigte Mechanik. Für die Klavierreparatur Berlin wurde jede Baugruppe durch neue, präzise angepasste Komponenten ersetzt.
Die Fotos zeigen den Zustand nach der Restaurierung bei PIANOHOF: Der Blick fällt direkt auf die hellen Hammerköpfe, die frischen Saitenreihen, die vernickelten Wirbel und die polierten Messingteile, die die Saiten sauber an den Gussrahmen anlegen.
Die Mechanik in diesem Gebr.-Rohlfing-Klavier ist vollständig neu und speziell für dieses Instrument angefertigt. Alle Teile sind unbenutzt und technisch auf dem aktuellen Stand, ohne den historischen Charakter des Klaviers zu stören. Die Proportionen, Hebelwege und Lagerpunkte wurden so gewählt, dass sie zur ursprünglichen Konstruktion des Instruments passen.
Im Vordergrund der Aufnahme stehen die neuen Hammerköpfe. Der Filz ist gleichmäßig geschnitten, die Konturen sind klar und noch ungespielt – keine Rillen, keine Abflachungen. Die Hammerköpfe sitzen sauber auf den neuen Holzhämmern; die Achsen laufen in frischen Lagern. Die Hammerlinie wirkt geradlinig und gleichmäßig, die Höhenabstufung folgt der Skalierung der Klaviatur. So können die Hämmer die Saiten mit definierter Anschlagsenergie treffen und bieten eine stabile Grundlage für spätere Feinregulierung und Intonation.
Auch die übrigen Mechanikteile, die auf dem Bild angedeutet zu erkennen sind – Träger, Hebel, Verbindungen – sind neu und sauber verarbeitet. Nichts ist nachträglich „zusammengeflickt“, sondern als komplettes System neu aufgebaut worden.
Hinter der Mechanik sind die neuen Wirbel zu sehen. Sie sind vernickelt und sitzen gleichmäßig tief im Stimmstock. Die Köpfe bilden eine ruhige Linie, ohne schief stehende oder unterschiedlich herausragende Wirbel. Diese gleichmäßige Setzung schafft eine gute Grundlage für Stimmstabilität und erleichtert die Arbeit des Klaviertechnikers bei späteren Stimmungen.
Auf den Wirbeln liegen neue Saiten mit eng anliegenden, parallelen Wicklungen. Die Wicklungen verlaufen geordnet, ohne Kreuzungen oder ungleichmäßige Abstände. Dadurch bleibt die Saitenspannung berechenbar, und die Kräfte verteilen sich gleichmäßig auf Wirbel, Stimmstock und Gussrahmen. Die frische Oberfläche der Saiten unterstreicht den neuwertigen Zustand der Saitenanlage in diesem historischen Klavier.
Zwischen den Saitenabschnitten ist neuer Filz sichtbar. Er trennt und führt die Saiten, dämpft unerwünschte Nebengeräusche und sorgt dafür, dass keine metallischen Schwingungen zwischen benachbarten Strängen entstehen.
Deutlich zu erkennen sind die Messingstangen, die die Saiten auf den Gussrahmen bzw. die Auflagepunkte drücken. Diese Bauteile übernehmen die Funktion der Saitenführung und definieren die freie schwingende Länge der Saiten. Auf dem Foto ist zu sehen, wie die Saiten sauber über diese Messingteile laufen, ohne Versatz oder Verzug.
Die auf den Messingstangen sitzenden Bolzen wurden gereinigt und poliert. Ihr Metallglanz hebt sich klar von den Saiten ab. Die Schraubenköpfe sind einheitlich ausgerichtet, die Bolzen stehen senkrecht und fest. Diese sorgfältige Ausführung ist nicht nur optisch ein Gewinn, sondern verhindert auch Klappern und Mikrobewegungen, die später zu Geräuschen führen könnten.
Auch wenn auf der Aufnahme hauptsächlich Mechanik, Wirbel, Filz, Saiten und Messingteile zu sehen sind, bleibt der Charakter des historischen Eichenklaviers im Hintergrund spürbar. Die komplett neue Mechanik, die neuen Wirbel samt Saitenanlage und die aufbereiteten Messingstangen bilden nun das technische Herz dieses antiken Gebr.-Rohlfing-Klaviers – vorbereitet auf viele weitere Jahre Spielbetrieb, mit einer klaren, gut regulierbaren Grundlage für Feineinstellung und Klavierstimmung.