
Die Aufnahme zeigt den frisch überarbeiteten Stimmstockbereich des antiken Gebr. Rohlfing-Klaviers aus Osnabrück. Alle Wirbel wurden erneuert und durch vernickelte 7,10-mm-Wirbel ersetzt. Die Setztiefe liegt gleichmäßig auf einem Niveau – ein wichtiges Detail für Stimmstabilität und ein sauberes Gesamtbild.
Die neue Besaitung sitzt exakt auf den Wirbeln:
Dieses ordentliche Wickelbild reduziert Mikrorutschen und erhöht die Stimmstabilität nach den ersten Vorstimmungen.
Auf der Aufnahme gut sichtbar: die Messing-Agraffen (bei diesem Modell als Stangen/Stegbolzen ausgeführt). Sie wurden gereinigt und anschließend poliert, ebenso die Bolzen. Dadurch reflektieren sie klar, ohne den warmen Messington zu verlieren.
Unter den Saiten liegt ein neuer blauer Filzstreifen. Seine Kompression ist gleichmäßig; er stützt sauber und verhindert Filzüberstände zwischen den Saiten. Dazu verläuft entlang der Rahmenkante ein ebenfalls blauer Zierkanat – ein Detail, das häufiger bei Flügeln vorkommt, aber auch bei opulent gestalteten Klavieren eingesetzt wurde.
Auf dem goldlackierten Gussrahmen ist die Markenprägung „Gebr. Rohlfing – Osnabrück“ zu sehen. Die Buchstaben wurden mit Goldmetall (Gold-Potaille) gefasst und anschließend leicht versiegelt.